
Ich weiß nicht, wie es euch geht – Wenn ich mir einen Film anschaue, dann habe ich immer keine hohen Erwartungen. Wenn der Film schlecht ist, dann ist man am Ende weniger enttäuscht. Nachdem ich den Trailer zu diesem Film sah, dachte ich, dass es ein Film sein würde, der zwar mit Herz ist, aber doch etwas niveaulos. Im Laufe des Films wurde ich aber positiv überrascht. (500) Days of Summer ist ein Film, der untypisch gemacht ist, was dem Film aber überhaupt nicht schadet, sondern so zu etwas besonderem macht. Nach Juno mit Ellen Page habe ich gedacht, dass es keine Komödie mehr geben wird, die mit so viel Witz, mit so viel Herz und so viel Leidenschaft punkten kann. Diesem Film ist dies gelungen.
Nach den ersten 2 Minuten in diesem Film weiß man schon, dass die Story anders aufgebaut ist, als bei anderen Filmen. Es wird durch einen Sprecher angesagt, dass es zwar um einen Jungen und ein Mädchen geht, aber dieser Film dennoch keine Liebesgeschichte ist. Summer, gespielt von Zooey Deschanel ist eine sehr hübsche und sehr süße junge Frau. Eine Frau, die einfach nicht an die Liebe glauben will, weil ihre Eltern sich getrennt haben. Sie ist wie ein Eisblock, wenn es um die Liebe geht. Sie könnte sich nie vorstellen zu lieben, weil sie Angst hat, enttäuscht zu werden, genauso wie ihre Mutter. Tom wird gespielt von Joseph Gordon-Levitt – Er möchte lieben, Erfahrungen sammeln, eine schöne Zeit erleben.
Der Film beginnt an einem Punkt, an dem die Geschichte dieses Films, eigentlich schon fast vorbei ist. Tom ist traurig, denn er hat Summer, die Liebe seines Lebens verloren. So scheint es jedenfalls, er zerschlägt Teller und weiß nicht, wo ihm der Kopf steht. Nachdem er von seinen Freunden etwas aufgeheitert wurde, sagte er nur: Ich will sie zurück! Nun gibt es einen Sprung – In die Vergangenheit – Wir landen am ersten Tag, also an dem Tag, an dem Tom sie kennenlernt, Summer. Ihr Chef stellt sie den Kollegen vor, damit auch Tom, der sofort von ihr angetan ist. Am dritten Tag treffen sie sich beide zufällig im Aufzug. Er hat Kopfhörer auf, sie lauscht und fängt an zu singen. Beide lachen. Einige Tage später sehen sie sich auf einer Feier, lernen sich kennen, sprechen miteinander. In der folgenden Zeit wird es immer intensiver, sie sehen sich das eine oder andere mal und reden ganz normal, über die gewöhnlichsten Dinge des Lebens. Tom ist bereits verliebt, er schaut ihr regelmäßig hinterher, er interessiert sich dafür, was sie macht, eben das, was verliebte Jungs so tun. Interessant sind die kleinen Dialoge zwischen den beiden, gerade, wenn es um die Liebe geht. Summer sagt relativ kalt, dass sie nicht an die Liebe glaube, aber Tom redet ruhig auf sie ein, er macht ihr klar, dass er es anders sieht, dass es die Liebe gibt. Sie findet mit der Zeit gefallen an ihm, eben weil er anders ist, als die Kerle zuvor. Er lacht viel, sagt einfach, was er denkt… er ist wie er ist und das gefällt. Tag 31 ist der Tag, an dem sich wie es scheint für Tom alles zum guten wendet… er steht am Kopierer, auf einmal kommt Summer und gibt ihm einen langen und sehr intensiven Kuss. Danach geht sie und Tom guckt ihr verdutzt nach. Das sind diese Momente, die den Film unberechenbar und doch so intensiv, so leidenschaftlich machen. Es sind die kleinen Momente, die einen Film zu etwas Besonderem machen.
Tom ist glücklich, er denkt, dass er nun alles hat, was er sich immer gewünscht hat. Sein Selbstvertrauen wächst und er hat das Gefühl, dass alles klappt, was er sich vorstellt, er ist einfach rundum zufrieden. Er verbringt viel Zeit mit Summer, schläft mit ihr, schaut ihr in die Augen, lacht sie an. Dennoch gibt es ein Problem – Für Summer ist diese Zeit zwar intensiv, aber Liebe ist es nicht. Sie sieht Tom als Freund mit Extras, auch wenn das vielleicht “to much” ausgedrückt ist.
Ich denke, dass viele von euch wissen, wie hart es ist, wenn man eine tolle Zeit verbringt, aber es am Ende nicht so kommt, wie es scheint. So ist auch dieser Film. Er handelt von einem Jungen, der lieben will, der vielleicht sogar denkt, die Liebe seines Lebens gefunden zu haben, aber das wird eben auf eine harte Probe gestellt, denn Liebe kann man nicht erzwingen.
Um es deutlich zu sagen – Liebe kommt und Liebe geht. Dieser Film zeigt eine Phase von einem Jungen, einem Reifeprozess, der auf eine harte Probe gestellt wird, aber von dem jeder etwas lernen kann. Der Film ist wie das Leben, er repräsentiert das Leben, ist einfach authentisch. Dieser Film kann das Leben zwischen mir und dir sein, kann es aber wiederum auch nicht.
Man kann von diesem Film lernen, weil viele Dinge auch einem selbst passieren können. Der Film bleibt in Erinnerung und es gibt nicht viele Filme, mit denen man sich auch nach dem schauen beschäftigen kann.
(500) Days of Summer ist ein Film, der alles hat, was eine Liebesgeschichte braucht, ohne eine zu sein.
Meine Bewertung: 10 von 10 Punkten
Bildquelle: Offizielles DVD Cover – (500) Days of Summer